Veranstaltungen

Die Agentur veranstaltet Buchpräsentationen und Lesungen zeitgenössischer Autoren. Diese haben bisher überwiegend im „Roten Salon“ stattgefunden, dem von Frauke Jung-Lindemann im Rahmen des Clubs von Berlin gegründeten und von ihr moderierten Forum für Lesungen und Gespräche. Darüber hinaus organisiert die Agentur Veranstaltungen auf öffentlichen Podien der Politik- und Medienwelt, bei Stiftungen und Parteien, im wissenschaftlichen und universitären Bereich, bei Kulturfestivals, etc. Eine Auswahl folgt in loser chronologischer Reihenfolge.

2024

26.01.2024 Lesung

Stephan Abarbanell, „10 Uhr 50, Grunewald“

Der Autor stellt im Teehäuschen von Schoss Rathenau in Bad Freienwalde seinen Roman über den Mord an Walther Rathenau und die politischen Hintergründe vor. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Michael-Linckersdorff-Stiftung, der Buchhandlung „Der Bücherfreund“ und anderen kommunalen Einrichtungen.

2023

18.08.2023 Lesung und Gespräch (am Wannsee)

Zhenia Berezhna, „(Nicht) über den Krieg“

Die ukrainische Autorin Zhenia Berezhna, die mit einem Stipendium des deutschen PEN für „Writers in Exile“ in Berlin lebt, liest aus einem unveröffentlichten Manuskript über den Krieg in der Ukraine und nimmt in einem Gespräch dazu Stellung. Die Veranstaltung findet auf Russisch und Deutsch statt.
Moderation: Frauke Jung-Lindemann

28.06.2023 Buchpremiere (China Club Berlin)

Prof. Dr. H.-C. Gunga, „Tödliche Hitze“

Der Geologe-Paläontologe und Facharzt für Physiologie und Weltraummedizin, Prof. Dr. H.-C. Gunga, stellt sein neues Buch „Tödliche Hitze“ vor und diskutiert mit dem Präsidenten der Berliner Ärztekammer, PD Dr. Peter Bobbert, über die Risiken und Gefahren der weltweiten Klimaerwärmung sowie über die zentralen Thesen des Buches.

2021

15.11.2021 Buchvorstellung (Club von Berlin)

Uta von Armin – Das Institut in Riga. Die Geschichte eines NS-Arztes und seiner Forschung. Eine Spurensuche

Dr. Uta von Arnim zeichnet in „DAS INSTITUT IN RIGA“ das scharfkantige Bild eines NS-Arztes und seiner Familie. Ein Arzt, der der Großvater der Autorin war und der das Gesundheitswesen in den besetzten baltischen Staaten leitete. Im Gutshaus seiner Frau am Stadtrand von Riga, dem Kleistenhof, gründete er sein „Forschungsinstitut“, in dem als „Versuchskaninchen“ Juden dienten. Aus Gesprächen und Interviews mit Familienangehörigen, Fotos, Archivrecherchen in Berlin und Riga, Zeitzeugenberichten und dem Studium historischer Fachliteratur rekonstruiert Uta von Arnim, Ärztin und Journalistin, die damaligen Geschehnisse rund um den Kleistenhof.

2019

05.11.2019 Buchvorstellung und Podiumsdiskussion (Kulturbrauerei)

AI WEI WEI – MANIFEST OHNE GRENZEN

Ai Weiwei schafft herausragende ästhetische Statements, in denen die Phänomene unserer zeitgenössischen geopolitischen Lebenswelt ihren Nachhall finden. Ob Architektur oder Installationskunst, soziale Medien oder Dokumentarfilme, er nutzt die ganze Bandbreite medialer Ausdrucksformen, um seinem Publikum neue Zugänge zur Gesellschaft und ihren Werten zu vermitteln. Sein aktuelles Thema sind die Flüchtlingsströme, die zu einer Völkerwanderung geworden sind. Mit Ai Weiwei, selbst Flüchtling, diskutiert der ehemalige Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechte, Markus Löning, der 2013 den Künstler in Peking besuchte und maßgeblich dazu beitrug, dass er nach seiner Verhaftung in China nach Deutschland ausreisen konnte. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Verlag (Edition Kursbuch) und der Friedrich-Naumann-Stiftung.

18.02.2019 Lesung (Café Manstein)

Unda Hörner – 1919. DAS JAHR DER FRAUEN

1919 dürfen Frauen in Deutschland erstmals wählen und machen sich auf allen Gebieten daran, ihr Leben selbst zu gestalten. Käthe Kollwitz ist die erste Frau, die in die Akademie der Künste berufen wird, Marie Juchacz hält als Erste eine Rede im Parlament und Hannah Höch verblüfft mit ersten Collagen. Während Rosa Luxemburg in Berlin ihren mutigen Einsatz für die politische Neuordnung mit dem Leben bezahlt, widmet man sich in Paris der Wissenschaft und Kultur: Marie Curies Radium-Institut eröffnet seine Pforten, Sylvia Beach gründet „Shakespeare and Company“ und Coco Chanel kreiert den unsterblichen Duft CHANEL No. 5.

Die Autorin liest aus ihrem Buch und diskutiert darüber mit Carola von Braun, Erste Frauenbeauftragte des Berliner Senats (1984-1990), langjähriges Mitglied der FDP und Gründungsmitglied der Liberalen Frauen Berlin.

30.01.2019 Vortrag und Diskussion (Unter den Linden 1)

Prof. Dr. Hartmut Dorgerloh, „WIE STEHT ES UM DAS HUMBOLDT-FORUM?“

Die Gesamtkonzeption des Humboldt Forums zu entwickeln und zu realisieren, ist keine einfache Aufgabe und wohl nur von einem erfahrenen Kunst- und Kulturhistoriker zu leisten, wie es sein neuer Generalintendant, Prof. Dr. Hartmut Dorgerloh, ist. Die ständigen Ausstellungen setzen sich aus drei Teilen zusammen: den Außereuropäischen Sammlungen des Preußischen Kulturbesitzes, bisher in Dahlem beheimatet, den Beständen des Berliner Stadtmuseums und den Sammlungen der Humboldt-Universität. Gemeinsam bergen sie einen reichhaltigen Schatz. Welches aber ist der rote Faden, der sich durch das Gebäude zieht? Wird das Humboldt Forum Teil eines neuen Zentrums der Stadt, das über den Lustgarten hinaus bis zum Hackeschen Markt, zum Roten Rathaus und zur Fischerinsel reicht? Wie weit sind die Planungen? Diese und andere Fragen stellen sich in einem Jahr, in dem zugleich der 250. Geburtstag Alexander von Humboldts gefeiert wir.

2018

15.11.2018 Vortrag und Diskussion (Hörsaalruine der Charité)

Prof. Dr. Hanns-Christian Gunga, „ZU WEIT, ZU HOCH, ZU HEISS, ZU KALT… WENN DER MENSCH AN SEINE GRENZEN KOMMT“

Der Leiter des Instituts für Weltraummedizin und Extreme Umwelten der Charité berichtet vom Entstehen seines neuen Buches („Am Tag zu heiß und nachts zu hell“, Rowohlt) und den Forschungen, die hinter seinen Erkenntnissen stehen. Nachdem der Klimawandel und die Folgen der Erderwärmung sich in einem extrem heißen Sommer niedergeschlagen haben und allseits spürbar waren, äußert er sich zu besorgten Diskussionen und berichtet aus seinem wissenschaftlichen Alltag zwischen Charité und Weltraumbehörde in Houston. Er erforscht, wie der menschliche Körper auf außergewöhnliche Belastungen reagiert: auf Hitze und Kälte, in großer Höhe, großer Tiefe, auf der Erde und im Orbit. Dazu zieht er in die Wüste oder klettert auf Berge, fesselt gesunde Menschen über Monate ans Bett und entwickelt Experimente mit dem deutschen Astronauten Alexander Gerst im Weltraum. „Wir arbeiten stets am Limit“, so seine bisherige Bilanz.

14.05.2018 Lesung und Gespräch (Roter Salon)

Stephan Abarbanell, „MORGENLAND“

Am Jahrestag der Staatsgründung Israels, dem 14. Mai, wurde das Thema Holocaust und seine Folgen thematisiert, das den Roman von Stephan Abarbanell inspiriert hat. Er nimmt uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit Palästinas. 1946: Lilya Wasserfall, politische Aktivistin im Widerstand gegen die britische Mandatsmacht, bekommt den Auftrag, im zerstörten Nachkriegsdeutschland nach einem verschollenen jüdischen Wissenschaftler zu suchen. Ihr Weg führt in die Lager der so genannten ‚displaced persons‘ und zieht nicht nur die Aufmerksamkeit des Britischen Geheimdienstes auf sich. Stephan Abarbanell ist Kulturchef des rbb und hat inzwischen sein zweites Buch veröffentlicht („Das Licht jener Tage“, beide: Blessing Verlag).

26.2.2018 Gespräch (Roter Salon)

Prof. Dr. Bénédicte Savoy im Gespräch mit Bernhard Schulz

Der Tagesspiegel-Journalist Bernhard Schulz diskutiert mit Prof. Dr. Benedicte Savoy, Leiterin des Fachgebiets Kunstgeschichte der Moderne an der TU Berlin, über die Gründe ihre Austritts aus der Expertenkommission des Humboldtforums. Die mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Kunsthistorikerin unterrichtet seit 2009 als Professorin an der TU und seit 2015 als Professorin am Collège de France in Paris. Seit 2012 ist sie Mitglied des Excellenz Cluster Topoi. 2015 wurde sie in die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften gewählt.

2017

12.11.2017 Lesung und Gespräch (Sammlung Scharf-Gerstenberg)

Anatol Gotfryd und Peter Raue im Gespräch mit den Freunden der Nationalgalerie

Anatol Gotfryd entkam auf wundersame Weise den Zwängen der Nachkriegszeit und machte in den 60er Jahren eine erfolgreiche Karriere als Zahnarzt in Berlin. Die Künstler, die er behandelte, begleiteten ihn auch im Privatleben. So wurde er zu einem der Mitbegründer des legendären Vereins der Freunde der Nationalgalerie. Mit Prof. Peter Raue, langjähriger Vorsitzender der Freunde der Nationalgalerie, unterhält er sich über den 2. Band seiner Memoiren, DER HIMMEL ÜBER WESTBERLIN, die ein schillerndes Zeitdokument der 70er und 80er Jahre des alten Westberlins bilden.

30.10.2017 Lesung und Gespräch (Roter Salon)

Anatol Gotfryd und Peter Schneider sprechen über „Der Himmel über Westberlin“

Mit neun Jahren erlebte er den Einmarsch der Roten Armee in seiner ostpolnischen Heimat, zwei Jahre später die Besetzung durch die Deutschen. Nur knapp entging er der Deportation. Mehr als siebzig Jahre später blickt Anatol Gotfryd auf ein ereignisreiches und glückliches Leben zurück. Die Patienten-Gästebücher aus seiner Berliner Zahnarzt-Praxis sind ein Who-is-Who der kulturellen Avantgarde und selbst schon Kunstwerke. Künstler, Schauspieler, Regisseure und Schriftsteller haben sich darin verewigt. Oft wurden aus Patienten Freunde. Einer dieser Freunde und ehemaliger Patient ist Peter Schneider, Schriftsteller und Publizist. Wie es dazu kam, dass aus dem Flüchtling von einst der Lieblingszahnarzt der Künstler wurde, das ergründet Peter Schneider im Gespräch mit Anatol Gotfryd.

24.02.2017

Führung durch das Museum Barberini

Thomas Albrecht, Architekt des Wiederaufbaus des Palais Barberini, führt durch das Museum und gibt mit seinen Erklärungen einen Einblick in das außerordentliche Bauprojekt. Seine kenntnisreichen und anschaulichen Äußerungen werden durch einleitende Wort der Direktorin des Museums, Frau Dr. Orturd Westheider, ergänzt.

2016

02.05.2016 Lesung und Gespräch (Roter Salon)

Olaf Zimmermann: „Kultur und Medien in den TTIP-Verhandlungen“

TTIP – das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA sorgt für heftige Debatten. Dabei ist besonders strittig, wie die Kultur in das Abkommen einbezogen werden soll. Was bedeutet TTIP z.B. für den Urheberschutz, für die Buchpreisbindung und den Filmmarkt? Olaf Zimmermann berichtet von seiner Arbeit als Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, von der Zusammenarbeit mit der Staatsministerin für Kultur, aber vor allem von den schwierigen TTIP-Verhandlungen, in denen er für die deutsche Seite den Bereich Kultur vertritt.

26.01.2016 Lesung und Gespräch

Hermann Rudolph: „Berlin – Wiedergeburt einer Stadt“

Hermann Rudolph, Herausgeber des Berliner Tagesspiegels, schildert die ersten 10 Jahre nach dem Mauerfall als fesselnde Geschichte, die ganz Deutschland erfasste.